Die Veranstaltung über internationale Kampagnen (und Netzwerkaufbau) für die Schaffung menschenwürdiger Arbeitsverhältnisse zog über 60 Aktivist/innen und Kommunikationsbeauftragte aus globalen Gewerkschaftsverbänden und deren Mitgliedsgewerkschaften an, u.a. dem Internationalen Gewerkschaftsbund (IGB), Nicht-Regierungsorganisationen wie LabourStart und SumOfUs sowie der FES selbst.
Sie tauschten ihre Erfahrungen aus, identifizierten modellhafte Praktiken und besprachen wichtige Themen, darunter strategische Kampagnenarbeit, Kampagnen entlang von sektorübergreifenden Lieferketten sowie die Verbesserung und Ausweitung globaler Gewerkschaftskampagnen.
Vertreter/innen der ITF waren eingeladen, über zwei der Hauptthemen zu sprechen – strategische Forschung und Kampagnenkommunikation; sie berichteten über die gewonnenen Erfahrungen der Föderation bezüglich intensiver Recherche und Kartierung sowie der Durchsetzung besserer Bedingungen für Beschäftigte bei Qatar Airways.
Mirko Herberg, Koordinator für das globale Gewerkschaftsprogramm der FES und einer der Organisatoren der Veranstaltung, kommentierte: "Die Konferenz hat gezeigt, dass die globale Gewerkschaftsbewegung auf strategische und in vielen Fällen erfolgreiche Weise moderne Kampagnenstrategien angewandt hat, um die Interessen von Beschäftigten rund um den Erdball zu verteidigen."
Abschließend meinte er: "Der gegenseitige Austausch hat bewiesen, dass die globalen Gewerkschaften erheblich von enger Zusammenarbeit profitieren können, vor allem, wenn sie weltweit mit Angriffen auf Arbeitsrechte konfrontiert sind. Das Gleiche gilt für die Durchführung sektorübergreifender Lieferketten-Kampagnen."
Internationale Kampagnenkonferenz bündelt globale Gewerkschaftserfahrung
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Die Entscheidung der britischen Labour-Regierung, die Eisenbahn wieder zu verstaatlichen, markiert eine wichtige und begrüßenswerte Abkehr vom globalen Trend zur Bahnprivatisierung. Sie bricht