TÜVTÜRK ist ein Konsortium in der Hand von drei Unternehmen: dem türkischen Fahrzeughändler Dogus Otomotiv, Bridgepoint, einem privaten Aktienfonds mit Sitz in London, und TÜV Süd, einem deutschen Prüfunternehmen für Fahrzeuge und Industrieanlagen.
Laut Berichten der türkischen ITF-Mitgliedsorganisation TÜMTIS wurden acht Beschäftigte bei Fahrzeugprüfstellen an verschiedenen Standorten der Türkei – Gaziantep, Ordu-Giresun und Ankara – entlassen. Die Gewerkschaftsmitglieder in diesen Niederlassungen seien zudem von der Unternehmensleitung schikaniert worden.
Erst vor kurzem hatte die TÜMTIS für die Angestellten von TÜVTÜRK mehrere Erfolge erzielt, unter anderem die Unterzeichnung eines Kollektivertrags an einem Standort und laufende Verhandlungen an einem anderen. Durch diese erfolgreiche Gewerkschaftskampagne sah sich das Unternehmen zum Entgegenkommen gezwungen. Führende Mitglieder der TÜMTIS berichteten jedoch, dass die Repressalien gegen die Gewerkschaft andauern. Unter anderem seien Gewerkschaftsmitglieder unter Druck gesetzt worden, aus der Gewerkschaft auszutreten.
In einem Schreiben warnte der Sekretär der ITF-Binnenverkehrssektionen Mac Urata TÜVTÜRK und seine Eigentümer: "Wir fordern Sie auf, die Schikanen gegen TÜMTIS-Mitglieder sofort zu beenden und die zu Unrecht entlassenen Beschäftigten unverzüglich wieder einzustellen. Wir fordern Sie ferner auf, sicherzustellen, dass die Gewerkschaftsrechte in all ihren Niederlassungen und von all ihren Subunternehmen respektiert werden."
ITF verwarnt türkischen Arbeitgeber
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