Etwa 258 Delegierte aus 24 Ländern nahmen vom 14. bis 17. Mai 2013 in Hongkong an der 8. ITF-Regionalkonferenz Asien/Pazifik teil, die unter der Überschrift "Organisieren für den Aufbau starker Verkehrsgewerkschaften in der Region Asien/Pazifik" lief.
Das wichtigste Ergebnis der Konferenz war der Beschluss, in den kommenden vier Jahren die Organisationstätigkeit in strategischen Drehkreuzen und Verkehrskorridoren, bei wichtigen Verkehrsunternehmen und entlang der Lieferketten globaler Einzelhandelsunternehmen sektionsübergreifend massiv auszuweiten.
Die ITF-Fachsektionen hielten im Rahmen der Konferenz gesonderte Sitzungen ab.
Auf der Frauenkonferenz wurde u. a. eine Entschließung verabschiedet, die für alle ITF-Sitzungen einen Mindestfrauenanteil von 30 Prozent fordert. Die Delegierten der Sektionskonferenz der Seeleute appellierten an alle angeschlossenen Gewerkschaften, sich dem Ausschluss von Offiziersanwärter/innen von den Regelungen des Seearbeitsübereinkommens 2006 zu widersetzen. Gleichzeitig unterstützten sie die Bemühungen um die Gründung einer maritimen Gewerkschaft in Burma. Auf der Sitzung der jungen Verkehrsbeschäftigten wurde die Entwicklung kreativer Strategien zur Ansprache junger Arbeitnehmer/innen, z. B. durch den Einsatz von Mentor/innen und über soziale Medien, beschlossen.
Die Delegierten aus den Sektoren Fremdenverkehrsdienste und Güterverkehrslogistik beschlossen auf ihren jeweiligen Sitzungen, die Zusammenarbeit mit anderen globalen Gewerkschaftsverbänden zu intensivieren. Die Gewerkschaften im öffentlichen Personennahverkehr wurden aufgefordert, eine kleine Anzahl potenzieller Zielgruppen für die Organisationsarbeit zu identifizieren, wie etwa Beschäftigte bei multinationalen Unternehmen und prekär beschäftigte Arbeitnehmer/innen.
Die Luftverkehrsgewerkschaften beschlossen, für die allgemeine Öffentlichkeit Materialien zum Thema Billigflaggen in der Luftverkehrswirtschaft zu entwickeln und Informationen zu den Beschäftigungsbedingungen von Flugbegleiter/innen zusammenzustellen. Auf der Sitzung der Sektion Fischereiwirtschaft wurde Besorgnis angesichts der geringen Zahl von Ratifizierungen des IAO-Übereinkommens 188 geäußert. Gleichzeitig wurden die Bemühungen zur Organisierung von Fischereibeschäftigten auf den Philippinen und Papua-Neuguinea begrüßt.
ITF-Regionalsekretär für Asien/Pazifik Mahendra Sharma zog zum Ende der Konferenz ein zufriedenes und optimistisches Fazit: "Wir haben uns für die nächsten vier Jahre klare Ziele gesteckt. Wir werden uns darum bemühen, regionale Prioritäten und Strategien in die globalen Programme und Schwerpunkte der ITF zu integrieren, so auch in die Planung, Strategien und Programme der Fachsektionen."
Hanafi Rustandi aus Indonesien wurde für die nächsten vier Jahre im Amt des Regionalvorsitzenden für Asien/Pazifik bestätigt. Daneben wählten die Delegierten drei stellvertretende Vorsitzende. Sie würdigten die Verdienste des aus dem Amt scheidenden ITF-Generalsekretärs David Cockroft und begrüßten Stephen Cotton als geschäftsführenden Generalsekretär.
ITF-Regionalkonferenz Asien/Pazifik legt Schwerpunkt auf Organisationsarbeit
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