Die Klage geht auf einen Konflikt vom Anfang des Jahres 2013 zurück, als Thai Airways einer Anhebung der Grundvergütung eine Absage erteilte. Als Reaktion auf diese einseitige Entscheidung organisierte die TGU am 18. und 19. Januar letzten Jahres eine zweitägige, friedliche Protestaktion.
Daraufhin unterzeichneten die TGU und das Management von Thai Airways am 19. Januar 2013 eine Absichtserklärung, was die ITF als gutes Zeichen wertete.
Vor kurzem erfuhr die ITF jedoch, dass Thai Airways trotz ihres nach außen bekundeten guten Willens nun vier der Unterzeichner der Absichtserklärung vor Gericht auf Ersatz von durch die Proteste verursachten Schäden in Höhe von 10 Mio. US-Dollar verklagen will. Die ITF sieht darin einen Verstoß gegen Artikel 3 der Absichtserklärung, in dem die Fluggesellschaft zusagt, keine disziplinarischen oder juristischen Maßnahmen gegen an den Protesten beteiligte Beschäftigte zu ergreifen.
In einem Schreiben an die thailändische Premierministerin warnte Cotton vor den zu erwartenden Folgen dieses offenkundigen Bruchs von in gutem Glauben ausgehandelten Vereinbarungen: "Derartige Praktiken sind kontraproduktiv für die Entwicklung guter Arbeitsbeziehungen, die für alle Luftverkehrsunternehmen wichtig sind." Er forderte den Arbeitgeber dazu auf, die strafrechtliche Verfolgung der Beschäftigten einzustellen und sich um die Wiederherstellung des Einvernehmens in den dereinst produktiven Beziehungen zwischen dem Management und der Beschäftigtenvertretung zu bemühen.
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ITF fordert Rücknahme von Schadenersatzklagen gegen thailändische Luftverkehrsbeschäftigte
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