Die von der britischen Gewerkschaft Unite ausgerichtete Arbeitstagung beschäftigte sich mit der Frage, wie der gewerkschaftliche Einfluss für die Bewältigung der Herausforderungen der Globalisierung im Bereich industrieller Drehkreuze gestärkt werden kann. Hull ist vom Umschlagvolumen her der achtgrößte europäische Hafenkomplex und ein Energie- und Lieferkettendrehkreuz für Großbritannien.
Die Teilnehmer/innen diskutierten über die Auswirkungen der im Drehkreuzbereich üblichen Praxis der Auftragsvergabe an externe Firmen und Subunternehmer auf die Arbeitsschutzbedingungen der Beschäftigten sowie die Bevölkerung und Kommunen im Umfeld des Hafens und verständigten sich auf gemeinsame Schritte zur Überwindung des Wettlaufs nach unten.
Sie vereinbarten Maßnahmen um sicherzustellen, dass die Beschäftigten und Kommunen von den wachsenden wirtschaftlichen Chancen in dem Bereich profitieren, und beschlossen die Gründung einer Vereinigung für Industriezentren ("Industrial Hubs Combine") mit Mitgliedern aus allen Branchen des Drehkreuzbereichs als Forum für die Koordination gemeinsamer Kampagnen. Das Programm beinhaltet Schulungen und bietet Anreize für an den Interessen der Arbeitnehmer/innen orientierte Zielsetzungen.
Ein Teilnehmer erklärte: "Wir alle werden die Folgen der globalen Rezession der letzten fünf Jahre zu spüren bekommen. Sie hat Folgewirkungen für alle Branchen und damit auch für unsere Arbeitsplätze. Auf der anderen Seite können gute Zeiten uns allen Vorteile bringen, weshalb die Globalisierung auch eine Kraft zum Guten sein kann. Das einzige Problem ist, dass wir Beschäftigten nur davon profitieren, wenn wir uns global organisieren, genau wie die Unternehmen das tun. Darum bin ich sehr froh darüber, heute an dieser Veranstaltung teilzunehmen."
Paula Hamilton, die Leiterin des ITF-Programms für industrielle Drehkreuze, erklärte, dass hafengestützte Drehkreuze wie Hull ein immer wichtigeres Glied der globalen Lieferketten seien, die den Handel vorantreiben und Beschäftigte mehrerer Verkehrsbranchen einschließen.
Gewerkschaften starten ein internationales Programm für industrielle Drehkreuze
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